Was ist überhaupt eine Unverträglichkeit?


Allergie oder Unverträglichkeit

Wenn kurz nach dem Essen der Magen schmerzt, die Schleimhäute anschwellen oder der Darm rumort, denken viele Menschen zunächst an eine Allergie. Doch die Diagnose stimmt nur teilweise, denn oft ist das Immunsystem, im Gegensatz zu den Allergien, gar nicht für die Beschwerden verantwortlich. In diesem Fall spricht man von einer Unverträglichkeit gegenüber Lebensmittel. Einige Menschen vertragen dabei Fruchtzucker schlecht, andere Laktose, Sorbit, Histamin oder Gluten. Da die Symptome ähnlich sein können, werden Unverträglichkeiten oft mit Allergien verwechselt. Die Ursachen für beide Erkrankungen sind allerdings unterschiedlich.



Ursachen einer Unverträglichkeit

Eine Unverträglichkeit, auch Intoleranz genannt, unterscheidet sich von einer Allergie darin, dass nicht das Immunsystem beteiligt ist. In erster Linie ist vor allem der Magen- Darm- Bereich betroffen. Eine Intoleranz kann nicht nur alleine von Eiweißen (Proteinen) ausgelöst werden, sondern auch durch bestimmte Zuckerarten. Hierbei spricht man von der Unfähigkeit zur Verdauung bestimmter Lebensmittelbestandteile, da im Körper ein bestimmtes Enzym fehlt oder nur in einer geringen Menge vorhanden ist.



Beispiel: Laktoseintoleranz

Ein Beispiel für solch eine Intoleranz ist die Laktoseintoleranz. Etwa zwölf Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Ihnen fehlt das Enzym Laktase für die Aufspaltung des Milchzuckers (Laktose). Da der Milchzucker unverdaut bleibt, wird er nicht durch den Organismus aufgenommen und verbleibt im Darm. Dort wird er von Bakterien vergoren. Typische Symptome sind Übelkeit, Blähungen, Erbrechen, Völlegefühl, Durchfall und Bauchkrämpfe. Die Beschwerden treten meist direkt oder erst einige Stunden nach dem Essen auf und können mehrere Tage anhalten. Das Meiden des jeweiligen auslösenden Stoffes ist allerdings die wichtigste und beste Methode.



Visit us at XingVisit us at FacebookFollow us at Instagram